Novo Kirgise
(Nowokirgise)

Erscheinungsbild:
  • gerader und edler Kopf mit kleine Ohren und großen Augen, gut bemuskelter Hals, schräge Schulter, gut ausgeprägter Widerrist, kräftige, tiefe Brust, langer Rücken, abfallende Kruppe, kräftige, kurze Beine, trockener Körperbau
Herkunft:
  • Kirgise, Englisches Vollblut, Donpferd, Anglo- Donpferd
Verbreitung:
  • Kasachstan, Kirgisien
Größe:
  • 142 bis 152 cm
Eignung:
  • Lastpferd, Freizeit, Trekking
Farben:
  • alle, außer Schecken
Charakter:
  • ausgeglichen, intelligent


Ursprung

Zuchthengst  Der Novo Kirgise entstand etwa in den 1930er aus den Pferden der alten Kirgisen, diese alte Rasse geht bis auf das 12. Jahrhundert zurück und ähnelt stark dem Mongolenpony. Bereits 1918 wurden 48 Englische Vollblüter auf das Gestüt Issyk-Kul gebracht, diese sollten die heimischen Kirgisen veredeln. Die ersten Kreuzungen waren erfolgreich und die Zucht wurde fortgesetzt.
 In den 1930er wurden die Einkreuzungen intensiviert und bis etwa 1943 wurden die neuen Merkmale durch wiederholtes Einkreuzen von Englischen Vollblütern, Don Pferde, Anglo Don gefestigt. Es wurde nur noch ausgewählte Kirgisen in der Zucht eingesetzt und alle nachkommen mussten sich einer strengen Selektion unterziehen.




Typen

 Durch die verschiedenen Ausgangsrassen entstanden ursprünglich drei verschiedene Typen:

 Die drei Typen verschmolzen mit der Zeit miteinander, es entwickelte sich einheitliche und gegenüber dem Kirgisen verbesserte Rasse. Es hat sich eine kräftige und genügsame Rasse mit hervorragender Gesundheit und Ausdauer entwickelt, sie ist auch zur Milchgewinnung geeignet. Die Rasse besitzt aber auch Makel, zum einen leiden viele Tiere unter Säbelbeinigkeit (was allerdings bei vielen Gebirgsponyrassen vorkommt und oftmals keine Folgen hat) und zum andern hat die Einkreuzung von Englischen Vollblut zu einer verminderten Fruchtbarkeit geführt.




Eigenschaften

 Insgesamt sind die alten Kirgisen mit maximal Blutanteil bei den Novo Kirgisen vertreten, und mehr Anteil hat der Anteil von Don Blut und der Rest macht Englisches Vollblut aus. Die Pferde werden traditionell auf freien Steppen gehalten, die Jungtiere können sich somit ideal austoben. Man testet zudem leichtere Tiere auf ihre Distanztauglichkeit, dabei müssen die Tiere innerhalb von 54 Stunden und mit weniger als 100kg Traglast etwa 350 km zurücklegen.







Informationen: