Giara-Pferd
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- harte Hufe, dichtes Langhaar, kurze Fesseln, abfallende Kruppe, kräftige Hinterhand, edler Kopf, schräge Schulter, kompakter Körperbau
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Herkunft: |
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Verbreitung: |
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Größe: |
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Eignung: |
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Farben: |
- vor allem Rappen und Braune, kaum Abzeichen
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Charakter: |
- etwas schwierig und stur, leistungswillig, ausgeglichen
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Entstehung
Die Rasse hat ihre Heimat in einem Nationalpark im südlichen Zentralsardinien bei Oristano. Man kennt die Pferde schon seit etwa 500 Jahren und sie wurden damals bereits in Reiseberichten erwähnt.
Freiheit und Fleischlieferant
Bis 1851 lebten die Tiere in völliger Freiheit und waren über die ganze Insel verteilt. In diesen Jahr wurde dann allerdings ein Gesetz erlassen, welches es Verbot die Pferde frei weiden zu lassen. Noch in den 1980er wurden viele Tiere als Fleischlieferant an die Schlachthöfe verkauft, in den 1970er war die Rasse dadurch sogar stark gefährdet.
Zuchtverband
Erst 1976 wurde der Giara Zuchtverband gegründet, der "Associazone Allevatori Cavallo Sardo della Giara". Er setzt sich für die Zucht und Erhaltung dieser Rasse ein und hat erreicht, dass seit 1996 die Pferde nicht mehr im Sommer zusammen getrieben und eingefangen werden.
Gegenwart
Der Bestand dieser Rasse wird heute auf etwa 700 Tiere geschätzt, davon sollen 12 Prozent aus Hengsten bestehen. Die Pferde leben im "parco della giara" auf 4.500 ha in Herden von 30 bis 40 Tieren. Diese Pferde sind außerhalb Sardiniens sehr selten zu finden, da nur in Ausnahmefällen Pferde von ihren Besitzern verkauft werden. Sie werden dann oftmals als Freizeitpferde eingesetzt und leisten auch als Wanderreitpferde gute Arbeit.